Kaufen war gestern

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„Wie, Du hast Dir ein neues Handy gekauft? Warum hast Du es nicht gegen Dein GPS-Gerät getauscht? Du hast doch Dein Auto verkauft.“ Tauschen, statt kaufen – mit einer Portion Idealismus sieht Wirtschaft so aus.

Statussymbole haben ausgedient

Die Idee des Tauschens ist nicht neu. Shareconomy belebt sie lediglich wieder und füllt den Gedanken mit neuen Inhalten. Auf unterschiedlichen Portalen können Kleidung, Bücher, Elektrogeräte oder Dienstleistungen getauscht werden. Was sind die Vor- und Nachteile des Tauschens? Was bewegt die Menschen ihre Sachen zu tauschen? Was wird getauscht und vor allem werden die Erwartungen und Bedürfnisse erfüllt? Laut einer Umfrage der Bitkom ist Shareconomy vorerst ein Nischenphänomen. Lediglich neun Prozent der deutschen Internetnutzer hat in den letzten zwei Jahren ein Fahrrad geliehen, nur drei Prozent ein Auto und eine Wohnung ge- oder vermietet haben nur zwei Prozent. Tamyca ist eine Plattform im Internet, auf der Autobesitzer ihr Auto über einen selbst bestimmten Zeitraum mit anderen teilen können, gegen Gebühr. „Das Smartphone und Reisen, sind heute wichtiger als Statussymbole, wie ein Auto“, erklärt Michael Minis, der Geschäftsführer von tamyca, den Erfolg von Carsharing.

Alles nicht so einfach

So weit so gut. Aber, zunächst ist das alles graue Theorie. Ich möchte wissen, wie es genau funktioniert, die Sache mit dem Tauschen. Also melde ich mich auf bei netcycler.de an. Das Angebot ist vielfältig: Kleidung, Filme, Musik, Elektronik, Dienstleistungen. Wie funktioniert Netcycler? Ganz einfach: Angebot oder Wunsch erstellen, Tausch vorschlagen, Tauschen. Ist das tatsächlich so einfach? Finde ich nicht, denn zunächst muss ich mich einlesen, wie alles funktioniert.

Meine Optionen sind vielfältig:

  • Ich mit einem anderen Mitglied tauschen oder die Gegenstände direkt von ihm kaufen
  • Ich kann einen Gegenstand kostenlos erwerben
  • Und ich kann selbst Dinge zum Tausch anbieten. Diese muss ich dann einstellen, fotografieren, beschreiben.
  • Ich kann meine Sachen auch verkaufen und den Betrag dann an eine Umweltorganisation spenden.
  • Mein Benutzerprofil sollte auch ausgefüllt sein, weil es nicht unbedingt vertrauenserweckend ist, wenn alles leer ist.

Die Möglichkeiten sind ganz schön vielseitig. Es ist also notwendig, Zeit zu investieren. In ein Geschäft zu gehen und ein T-Shirt zu kaufen ist einfacher und bequemer. Nachhaltig ist das allerdings nicht.

Ums Prinzip

Mein Eindruck ist, dass es bei Tauschbörsen ums Prinzip und den praktischen Nutzen geht. Darum anderen, das zur Verfügung zu stellen, was einem selbst nicht mehr gefällt. Synergien und Ressourcen zu nutzen, steht im Vordergrund. Oft steckt hinter einer Tauschbörse auch eine Community, in der man sich mit Gleichgesinnten austauschen kann. All das gibt’s im Laden nicht.

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