Kreative Übung – an ein Interview erinnern

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Ich erinnere mich an ihren Namen nicht mehr genau. Sie war Prof. Dr. und eine Meisterin in der Selbstdarstellung. Eitel, wie viele Ärzte. Ich stellte die erste Frage, sie holte tief Luft und ich ahnte bereits, dass ihr Redeschwall nicht so schnell enden würde. Ich lehnte mich also zurück. Und tatsächlich, sie hörte gar nicht auf reden. Unglaublich wichtig schwadronierte sie über das Thema. Hier und da ein paar kleine Seitenhiebe in Richtung Konkurrenz. „Die können das halt einfach nicht. Die wenigsten kennen sich auf diesem Gebiet tatsächlich aus.“ Aber sie, sie wusste natürlich alles besser, sie war Expertin auf dem Gebiet. „Aber, um mich geht es hier überhaupt nicht. Haben Sie sich schon meine Internetseite angeschaut? Also, ich möchte mich ja gar nicht in den Mittelpunkt stellen.“ Ich konnte innerlich nur grinsen, die Szene war einfach schon viel zu witzig, als dass ich mich hätte über sie ärgern können. Ich genoss es regelrecht sie einfach reden zu lassen. Ich fühlte mich köstlich unterhalten. Wenn ein aufgeblasenes Ego sichtbar sein könnte, ihres wäre beinahe geplatzt.

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