Wenn der Gasfuß auf die Waage drückt

Schreiben Sie einen Kommentar
Fahrradfahren liegt im Trend
Foto: EUROBIKE Friedrichshafen

In Friedrichshafen hat die diesjährige Fahrradmesse EUROBIKE begonnen. Angesichts der bis zum Wochenende erwarteten 81.000 Besucher und zahlreichen Neuheiten von insgesamt rund 1.350 Ausstellern wird schnell deutlich: Das Fahrrad ist fester Teil der Alltagsmobilität. Als gesund gilt die Alternative zum Auto ohnehin. Denn es sollte keine Überraschung sein, dass Menschen, die sich häufiger körperlich bewegen, gesünder leben, als jene, die sich eher passiv verhalten. Wie sich darauf die Wahl von Verkehrsmittel auswirken kann, das wollen Internationale Wissenschaftler, Forscher des „Imperial College“ in London und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jetzt untersuchen.

Das erste Ergebnis war eigentlich vorhersehbar: Menschen, die häufig mit dem Auto unterwegs sind, haben im Durchschnitt ein vier Kilo höheres Gewicht als Fußgänger oder Radfahrer. Allerdings ist das erst einmal nur die Feststellung. Die Untersuchung mit dem durchaus originellen Namen „PASTA“ (Physical Activity through Sustainable Transport Approaches) liefert bislang noch nicht den wissenschaftlichen Beweis dafür, dass es tatsächlich einen Zusammenhang zwischen Transportmittel und Körpergewicht gibt.

Mehr Datenmaterial benötigt

Man hoffe allerdings auf weitere Menschen, die an der Studie teilnehmen, sagt die Studienleiterin des „Imperial College“ Audrey de Nazelle. Durch mehr Daten könne man eine Beziehung zwischen der Entscheidung für ein Verkehrsmittel und der Gesundheit erhalten.

Weniger "Hüftgold" dank Fahrrad (Foto: EUROBIKE Friedrichshafen)
Weniger „Hüftgold“ dank Fahrrad (Foto: EUROBIKE Friedrichshafen)

Gesundheitsexperte Adrian Davis sagt, inaktive Menschen hätten ein höheres Risiko für gesundheitliche Probleme und Erkrankungen wie Krebs, Schlag- und Herzanfälle sowie Übergewicht. „Unsere Studie zeigt, dass Faktoren wie das städtische Umfeld, die Wahl der Verkehrsmittel, also ob wir mit dem Auto oder Fahrrad fahren oder ob wir gehen, große Auswirkungen auf unsere tägliche physische Aktivität haben“.

11.000 Freiwillige in sieben europäischen Städten sind bislang an der Analyse beteiligt. Sie wurden nach Gewicht, Größe und danach gefragt, welche Transportmittel sie nutzten und wie lange sie für ihre Wege benötigten. Um nun weitere Ergebnisse zu bekommen, suchen die Forscher weitere 14.000 freiwillige Studienteilnehmer in den Städten Antwerpen, Barcelona, London, Orebro, Rom, Zürich, Wien und Zürich.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Bitte geben Sie das Ergebnis der folgenden Rechenaufgabe als Ziffer ein, um Ihre Mitteilung absenden zu können * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.